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Wassertreten in den historischen Wuhren
Ein ganz hervorragendes Ausflugsziel um der drückenden Sommerhitze in der Stadt zu entfliehen, sind für uns die Hotzenwälder Wuhren. Künstlich angelegte Wasserkanäle, historische Lebensadern, die den Hotzenwald seit der Besiedlung im Mittelalter durchziehen, der Bewässerung von Wiesen und Matten dienten, ebenso der Versorgung von Gewerbebetrieben und ihren Wasserrädern. Noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg versorgten sie Höfe auf dem Hotzenwald.

Sie laden uns ein, uns hier vom Hitzestress zu erholen und herrlich abzukühlen. Wir lieben es, mit blanken Füßen darin zu waten und die herrlich frische Luft dabei zu genießen. Kinderlachen begleitet unsere belebende Tour und nach einiger Zeit beschließen wir eine Rast unter dem kühlen Blätterdach mit frischem Bauernbrot, Äpfeln, frischen Tomaten und Gurken vom Bauernhof, dazu feinen Käse und Wurst aus dem Dorf. Die Kinder spielen weiter am Wasser, suchen kleine fast durchsichtige Fische, stauen das Wasser mit Stöcken, Blätter oder Steinen und werden zu richtigen Baumeistern mit allem, was die Natur hergeben will.

Was aber für uns zur puren Erholung dient war einst für das Leben hier oben auf dem Wald eine ebenso geniale wie existentielle „Einrichtung“. Die Forschung geht davon aus, dass die drei großen Hotzenwälder Wuhre – das Heidenwuhr, das Hochsaler Wuhr und das Hännemer Wuhr – im 11. oder 12. Jahrhundert angelegt worden sind. Sie alle speisen sich aus der Murg und leiten deren Wasser gleichmäßig kilometerlang entlang der Hänge bis ins Rheintal hinab. Seit dem ausgehenden Mittelalter wurden mit ihrem Wasser zahlreiche Hammerwerke, Eisenhütten, Mühlen und Sägen betrieben. Für die wirtschaftliche Entwicklung der Waldstädte in der Rheinebene war dies von nicht unerheblicher Bedeutung.

Dieses eindrucksvolle Kanalsystem stellt eine Besonderheit in der Kulturgeschichte des südlichen Schwarzwaldes dar und wer dieses „Kulturdenkmal“ einmal erleben möchte kann das hier ganz erstklassig unternehmen:

GÖRWIHL:
Die Hintere Wuhre bei Görwihl lässt sich gut vom Grillplatz Sägmooshütte erreichen. Dieser befindet sich an der L 153 vom Görwihl kommend Richtung Görwihl Strittmatt. Rund 1km nach dem Ortsausgang Görwihl rechts auf die K 6530 Richtung Rotzingen. Direkt nach dem Abzweig rechts auf den Parkplatz. Den Wanderschildern folgen. (Geodaten „Hintere Wuhre“ 47.65415°N 8.06762°E)

RICKENBACH:
Ein guter Einstieg zur Heidewuhr befindet sich zwischen Rickenbach Hütten und Rickenbach Glashütten an der Kreisstraße 6538. Von Hütten kommend, kurz vor dem Abzweig nach Glashütten, geht es rechts runter an die Heidewuhr. (Geodaten 47.62804°N 7.96021°E)